by

by Martin Götz

Freitag, 12. August 2016

Mainfankentriathlon - nochmal olympisch zur Olympiade

Wie passend, dachte ich mir - zur Olympiade würde sich doch eine olympische Distanz anbieten! Und was liegt da näher als den Triathlon in meiner Heimat zu wählen - den Mainfrankentriathlon. Gesagt getan. Angemeldet und gestartet.

Es ist schon etwas besonderes in der Heimat einen Wettkampf zu machen. Man kennt die Strecken ganz genau, man wird besonders angefeuert und das alles ohne größere logistische Herausforderungen. Toll!



Der Mainfrankentriathlon zeichnet sich in seinem Wesen vorallem durch die schnelle Schwimmstrecke im Main (flußabwärts) aus. Das macht ihn zu einem ultraschnellen Wettkampf und raubt dem Schwimmen auch für schwächere Schwimmer den Schrecken. Bei entsprechender Strömung (so wie es  am Wettkampftag gegeben war) werden hier Fabelzeiten möglich. Allerdings ist es für stärkere Schwimmer im Umkehrschluss auch so, dass sie Ihrem Vorteil etwas verlieren und die Abstände unter Umständen etwas kleiner sind als in stehenden Gewässern.

Foto: T. Klein

So konnte ich auch nach knapp 20 min aus dem Wasser steigen und in der Wechselzone mich aufs Radfahren vorbereiten. Und ja es war eher eine Vorbereitung als ein Triathlonwechsel, ich habe ewig gebraucht um meinen Neo loszuwerden und die Radsachen anzuziehen. Ich weiß auch nicht genau an was es liegt, aber die Wechsel versemmle ich in dieser Saison reihenweise! Eine der vielen Gemeinsamkeiten mit Jan Frodeno *schmunzel*

Foto: T. Klein
Die Radstrecke des Mainfrankentriathlons ist ähnlich schnell wie das Schwimmen im Main. Man fliegt quasi das erste Drittel der 40 km am Main entlang. Hat man diese schnelle Partie dann erledigt folgt ein Drittel das durch Berge gekennzeichnet ist. Ein langen Zieher (geschätzt vielleicht 3-4 km moderater Berg) gefolgt von einer steilen Abfahrt. Über die steile Abfahrt ist zu sagen, es ist ein Wettkampf ok! und ja auch ich fahre gerne bergab! aber bitte liebe Mitstreiter wenn Ihr Euch schon so einem Berg hinunterstürzt als gäbe es kein Morgen mehr, bitte riskiert das nur für Euch und bringt nicht noch andere Athleten in Gefahr - mehr sage ich lieber nicht zu diesem Thema. Der bergige Abschnitt wird dann mit einer steilen Rampe in einer Ortschaft abgeschloßen. An der steilen Rampe standen dann auch etliche Zuschauer, was es zu einem tollen Erlebnis gemacht hat - vielleicht wird die Eibelstädter-Rampe ja mal ähnlich bekannt wie der Solarer Berg :-) . Das letzte Drittel der Fahrradstrecke ist dann auch wieder sehr schnell und man rast der Wechselzone entgegen.

In T2 wiederholte ich und meine Unfähigkeit gleich wieder das Desaster aus T1 und wechselte nochmal katastrophal. Diesmal machte in anstatt einer Schleife einen Knoten in meine Schuhe! Toll, Unfähigkeit in seiner feinsten Ausprägung. Nach einer Ewigkeit die ich mit der Behebung des Knotens im Schuh verbracht habe, ging es auf die Laufstrecke.

Foto: M.Wölfl


Die Laufstrecke in Kitzingen ist eine 2 Runden Laufstrecke auf beiden Seiten des Fluß entlang. Den Main überquert man dann jeweils 2 mal pro Runde. Diese insgesamt 4 Brücken machen die Laufstrecke des Mainfrankentriathlons dann auch gar nicht mal so einfach. Vor allem die Rampe zur ersten Brücke hoch ist doch ganz schön atemberaubend - nicht schön, aber anstrengend - und hat mir in der ersten Runde schon ordentlich zugesetzt. Aber ich war tapfer und habe versucht das Tempo hochzuhalten. Das war auch dringend notwendig, da doch viele Bekannte rund um die Strecke und auch gemeinsam mit auf der Strecke waren und ich somit keinerlei Raum für Schwächephasen hatte ;-). Der Laufsplit war zwar nicht ganz so gut wie erhofft, aber trotzdem noch ordentlich und ich konnte insgesamt meine PB-Zeit beim Mainfankentriathlon verbessern, was vor allem durch den grandiosen Radsplit zurückzuführen ist.
Könnte ich nun auch noch wechseln wäre eine für mich grandiose Zeit herausgekommen so nur eine sehr gute :-D!

Fazit: Es war wieder sehr schön in Kitzingen, die Menschen an und auf der wunderschönen und schnelle Strecke machen den Wettkampf in Kitzingen aus. Es gibt natürlich auch ein paar Dinge die ich für verbesserungswürdig halte, vor allem da sich der Wettkampf nun doch auch preislich an den größeren Triathlon-Wettkämpfen orientiert. Wenn sich jemand für die Verbesserungsvorschläge interessiert, gebe ich gerne Auskunft. Wie auch immer es war zumindest aus meiner Sicht ein fairer Wettkampf, der mit einer hohen Wahrscheinlichkeit wiederholt wird.

Foto: M. Wölfl


Jetzt geht es weiter mit der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt in Zell am See und mal sehen wie ich es hinbekomme bis dahin in Form zu bleiben. Der nächste Wettkampfbericht wird aber sicherlich vom Ironman 70.3 Zell am See sein und ich werde den hier mit Euch teilen...

so stay tuned and enjoy the way to the finishline!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen