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by Martin Götz

Montag, 25. Juli 2016

Faszination Langdistanz

Vor 2 Wochen Ironman EM Frankfurt, die letzte Woche die Triathlon Legende Challenge Roth und die Weltbestzeit von Jan Frodeno oben drauf ! Die sozialen Medien - zumindest meine Kanäle - waren voll von Kommentaren, Berichten, Meldungen und Bildern von Hobby- und Profitriathleten die sich unheimlichen Strapazen aussetzen und trotzdem glücklicher aussahen als der Durschnittsbürger

Faszination Langdistanz - was genau ist es, was diesen Reiz an dieser unmenschlichen sportlichen Leistung ausmacht?



Man muss sich es auf der Zunge zergehen lassen 3,8 km schwimmen, 180 km radfahren 42,2 km laufen. Insgesamt stehen also 226 km auf der Anforderungsliste, welche sich auf zwischen 8 und 15 Stunden Sport aufsummiert. Warum tut man so etwas? Warum sind die bekannten Rennen innerhalb von Minuten ausverkauft? Warum bezahlen Menschen über 400 und mehr Euro für ein solches Event? Muss man masochistisch veranlagt sein ? Ich kenne kaum jemand, der freiwillig 226 km mit dem Auto zurücklegt, geschweige den mit eigener Körperkraft. Also was treibt Menschen an, die sicher dieser Herausforderung stellen?

Ich glaube die Antwort ist eine sehr individuelle. So gibt es wohl Athleten, die sich der Herausforderung stellen weil sie es - ganz einfach - können. Andere sind sicherlich von der Herausforderung fasziniert und wollen sich und anderen beweisen, dass Sie dazu in der Lage sind, der bequemen Welt zu entfliehen und heroische körperliche Leistungen zu erbringen. Widerrum andere sehen wahrscheinlich den Sport im Vordergrund und wollen einfach "racen" und zwar im Schwimmen, Radfahren und Laufen. Wie auch immer was diese Athlethen antreibt, das wirklich beeindruckende ist, dass Sie es tun. Sie stellen sich einem Jahr voller Training und - sind wir mal ehrlich - auch Verzicht, um an einem Tag in Jahr etwas zu tun was mit bloßem Menschenverstand nicht zu erklären ist.
Und das bizarre daran, Sie sind glücklich dabei und danach!

Nach all diesen Überlegungen - was finde ich eigentlich so interessant an einer Langdistanz? Warum lässt mich der Gedanke nicht mehr los ?
Ich, der sich beim früheren Fußballtraining um jeden Schritt gedrückt hat?  Das Wort "lauffaul" wurde für meine Fußballkünste erfunden !
Warum fasziniert also mich ein Sport bei der man nach 3,8km im zum Teil unheimlichen Gewässern, unendlichen 180 Kilometer (vom Isartor München zum Flughafen Nürnberg sind es 180 km) noch einen Marathon laufen soll?! Irgendwie befremdlich was in meinem Kopf so vorgeht.
Was reizt mich also daran?
Es ist ein Mix aus den oben beschriebenen Antrieben, ich will wissen, ob das Unmögliche möglich ist. Ich will wissen, was man erlebt an diesem längsten Tag. Ich will wissen wie es ist wenn man über die Ziellinie läuft. Ich will wissen wie es ist, wenns vorbei ist. Ich will einges wissen über die diese drei Zahlen - 3,8/180/42,2.
Warum hab ichs noch nicht getan
Ich hab Respekt, dass das Unmögliche auch nicht möglich ist. Ich habe Respekt vor dem was man erlebt an diesem längsten Tag. Ich habe Respekt, was  ist wenn man über die Ziellinie läuft. Ich habe sehr großen Respekt vor diesen drei Zahlen - 3,8/180/42,2.
Ich glaube aber trotz des Zweifels, die ich über eine Langdistanz habe und schon heute Schiss vor dem Start, muss die Triathlon-Langdistanz auf meine Bucketliste.
Ich glaube ich muss das irgendwann dringend einmal tun, um die Fragen die ich mir so stelle einfach zu beantworten.
Somit ist die Langdistanz auch der würdige erste Eintrag auf meiner Bucketliste (was es mit der Bucketliste auf sich hat, könnt Ihr hier nochmal nachlesen KLICK). Hier auf dem Blog gibt es aber definitiv immer wieder Updates zu meinen Überlegungen und Planungen von Rennen und anderen sportlichen Zielen.


so stay tuned and enjoy the way to the finishline!


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