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by Martin Götz

Montag, 11. Juli 2016

Chiemsee-Triathlon

Wie so oft begann das Rennwochenende am Chiemsee mit der Anfahrt zum Chiemsee. Der Ausrichter Wechselszene des Chiemsee-Triathlons hatte in den Tagen vor dem Triathlon-Wochenende schon über seine Social-Media Kanäle alle Teilnehmer und Zuschauer vor der Anreise gewarnt und darauf hingewiesen, dass es aufgrund von Ferienstarts in 5 Bundesländern zu Verzögerungen kommen könnte und man sollte sich doch bitte genügend Zeit einplanen.

Am Freitag machte ich mich also mit meinem "Renn-Bulli" auf gen Süden um mein Rennwochende zu starten! An diesem Tag war Kaiser-Wetter angesagt und umso mehr stieg meine Vorfreude auf das Wochenende - bis ich dann auf der A9 um Greding herum dass erste Mal im Stau stand. Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt sind 33 Grad Außentemperatur und ein 27 Jahre alter Bus (ohne Klimaanlage) eine Kombination die junge Verkehrsteilnehmer so noch nicht erlebt haben. Übrigens ein  Iphone ist auf solchen einen harten Einsatz auch nicht ausgelegt, da es irgendwann aufgrund der Temperatur seinen Dienst quittierte und nur noch die Meldung "Temperatur zu hoch" ausgab :-/. Lange Rede kurzer Sinn ich habe fast 6 Stunden an den Chiemsee gebraucht und wurde gut durch gegart. Die Stercke ist übrignes normalerweise locker in 4 Stunden zu erledigen ist - auch mit meinem Bulli!




Am Chiemsee angekommen, hat sich die Triathlon-Clique langsam zusammen gefunden. Zwar ein paar Stunden später als geplant aber doch alle heile. Wir waren am Chiemsee nämlich mit einer ganzen Gruppe von Athleten vertreten und haben, in fast allen Wettkämpfen teilgenommen. 2 Sprintdistanz-Teilnehmer, eine olympische Staffel, ich als Einzelstarter auf der olympischen Distanz und ein Mitteldistanz-Athlet, welcher seine Form für die 70.3 WM in Australien testete. Last but not least hatten wir auch noch eine Vollzeit-Supporterin am Start, die uns Teilnehmern wirklich das Leben erleichtert hat und somit wichtiger Bestandteil der Reisegruppe Chiemsee-Triathlon war.



Am Samstag war dann der erste Wettkampftag. Unsere Sprintdistanzler waren an der Reihe. Da der Wettkampf erst um 14 Uhr losging, haben Steve und ich den Morgen genutzt und haben den Chiemsee mal als Schwimmbad ausprobiert. Das ist echt ein toller See zum schwimmen, auch wenn man natürlich weiß das der See unheimlich tief ist. Aber Ängste ausblenden können wir Triathleten ja :-) !


Die Sprintdistanz war dann wirkliuch ein toller Wetkampf - auch da das Wetter wieder sein bestes gegeben hat und es wieder weit über 30 Grad hatte.  Die Sprintdistanz stellte sich auch als absolut zuschauerfreundlicher Wettkamf heraus. Alle 3 Disziplinen sind sehr gut zu verfolgen, da die Radstrecke und auch die Laufstrecke in Runden bewältigt werden und man so seine Athlethen öfters sieht. Die Schwimmstrecke in Chieming ist vom Ufer auch hervorragend einzusehen und das Panorama des Alpenvorlands tut sein Übriges dazu.



Nach dem Wettkampf standen dann  noch einchecken für Olympische und Mitteldistanz und die Wettkampfbesprechung für Sonntag an. Hier ist vor allem das Wetter zu erwähnen, denn kurz nach dem wir unsere Räder eingecheckt hatten, braute sich ein heftiges Gewitter zusammen, dass sich während der Wettkampfbesprchung über Chieming ergoss. Der Wind und der heftige Regen erwischte die Wechselzone heftig. Die Helfer mussten hier Absperrzäune, Schilder und so weiter umlegen, so dass der Sturm die Wechselzone nicht vollkommen verwüstete. Wir hatten alle Sorgen um unsere geliebten Sportgeräte, da das Gerücht umging, es hätte auch den ein oder anderen Radständer umgelegt. [Nachtrag 12.07.2016: der Ausrichter hat sich bei mir gemeldet und hat versichert, es ist kein Radständer umgefallen und 10 Helfer waren um das Heil der geliebten Sportgeräte besorgt - somit waren unsere Sorgen umsonst]

Hier dann auch einer von zwei Wermutstropfen, des alles in allem sehr schönen Wettkampfs. Am Sonntag morgen war wie üblich die Wechselzone nochmals zum vorbereiten der Räder geöffnet. Hier mussten wir wiedermal eine absolute Unsportlichkeit beobachten! Leider gab es durchaus noch Teilnehmer die Ihre Räder erst Sonntags morgens eincheckten (obwohl klar in den Ausschreibung beschrieben, dass nur Samstag einchecken möglich sei) und dafür lediglich eine gelbe Karte von der Kampfrichtern erhielten.
Alle Athleten die einen technischen Defekt auf der Strecke hatten und womöglich noch heute überlegen, ob dieser Defekt was mit dem Gerücht [es war ein Gerücht] von umgefallenen Radständern zu tun haben, waren auf jeden Fall benachteiligt durch diese Unsportlichkeit. Aber wie Initiativen wie "I am true!"  zeigen ist Unsportlichkeit leider ein weitverbreitetes Phänomen unter uns Triathleten. Schade! Wobei ich nicht verstehe warum der Veranstalter das überhaupt zulässt.

Der zweite Wermutstropfen war, dass es keine After-Racebeutel gab, und man so leider nicht wirklich die Chance hatte sich nach dem Rennen in trockene Kleider zu schmeißen. Das war für uns und für mich im Speziellen besonders problematisch, da ich ja meine Freunde auf der Staffel und der Mitteldistanz noch am Ziel erwarten wollte.

Abgesehen von diesen beiden Punkten, war auch die olympische Distanz ein tolles Rennen. Auf der Schwimmstrecke war es recht voll und es kam zu der ein oder anderen Keilerei im Wasser, aber nichts dramatisches. Die Radstrecke war in einer wundervollen Umgebung und es waren überall auf der Radstrecke Zuschauer die einen anfeuerten. Was sicherlich ein Gutes Zeichen ist für den Triathlonsport und seine Akzeptanz im Chiemgau ! Die Stimmung war wirklich toll !

Das abschließende Laufen war dann die Kür des Wettkampfes. Auf der 5 km Runde waren so viele Zuschauer, die einem wirklich toll anfeuerten, dass es fast nicht besser geht. Leider gibt es vom Laufen keine Fotos, ich war nämlich zu schnell für meine Supporter :-) !

Es war wirklich wieder ein schöner Wettkampf und ein schönes Triathlon-Wochenende mit Freunden. Ich habe den Wettkampf auch Dank meiner Form wieder von vorne bis hinten genießen können und bin mit meinen Zeiten wirklich zufrieden. Insgesamt stehen 2:36 h auf der Uhr. Es war ein guter Schwimm-Split, 40 km Rad am Tempolimit (34 km/h Schnitt) und ein 10 k mit noch ein bisschen Luft nach oben....

Ich hoffe das geht so weiter mit meiner Form ! Nächste Station bei der ich mich beweisen kann, wird wohl mein Heim-Rennen der Mainfrankentriathlon in Kitzingen (aber seht auch noch mal meine Saisonplanung).

so stay tuned and enjoy the way to the finishline!








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