by

by Martin Götz

Montag, 30. Mai 2016

Das erste Saisonhighlight - Ironman 70.3 St. Pölten

und schon ist mein erster Saisonhöhepunkt - Ironman 70.3 St.Pölten - wieder eine Woche her und damit Vergangenheit. Ich will Euch aber natürlich noch einen kleinen Bericht über diese wirklich sehr, sehr schöne Mitteldistanz geben.
Wir sind am Freitag Vormittag aufgebrochen um das Unternehmen Ironman 70.3 Austria anzugehen. Nach einer gut 6 stündigen Autofahrt sind wir an unserem Ziel dem Camping Platz "Camping am See" in St. Pölten angekommen. Wo wir auch gleich unser Basislager aufschlugen.





In unserem Bestreben schnell ein Basis-Lager aufzuschlagen, haben wir auch gleich mal vergessen das nötige Frühstück für den nächsten Morgen zu besorgen. So war es also notwendig, noch jemanden (mich) zu suchen der am nächsten Morgen noch Frühstück besorgt. Meine Begleiter legten für sich den Plan fest, während ich mich auf die Suche nach Frühstück begebe, eine Runde im See schwimmen zu gehen (15°C).
Meine Frühstücksaufgabe war somit der angenehmere Teil und ich hatte es gut erwischt.
Bei einer leckeren Pizza in der St. Pöltner Innenstadt beschloßen wir den Freitagabend und diskutierten noch ein bisschen über die zu erledigenden Dinge des nächsten Tages. So ein  Pre-Race-Tag hat es ganz schön in sich: Startunterlagen besorgen, Racebriefing, Rad- und Beutel Check-in und was es sonst noch zu erledigen gibt. Das muss alles in Reihe und Zeit gebracht werden !


Nach meinem morgendlichen Einkauf und der von außen sehr kühlen aussehenden Schwimmeinheit, war schon erkennbar dass das Wetter hervorragend werden würde. So haben wir nach einem sonnigen Frühstück unser Equipment gepackt und uns Richtung Ironmile und Race-Messe aufgemacht, um alle Erledigungen abzuschließen.



Da St. Pölten sich als hochprofessionelles Rennen darstellte, klappten alle unsere Rennvorbereitungen wirklich zügig und wir hatten in kürzester Zeit unsere Startunterlagen und konnten unsere Racebeutel und unsere Fahrräder auf einer Wiese vor der Ironmile packen und präparieren.
Wie immer stellte sich die Racebeutel-Packerei als gar nicht so einfach heraus, und nach gefühlten 50 mal fragen "was hast Du jetzt eigentlich in Deinem Laufbeutel?" hatten wir auch dies Hürde genommen und konnten sowohl Rad wie auch Racebeutel einchecken.




Das Racebriefing wurde dann auch kurzweilig und zügig von den Ironman-Verantwortlichen durchgeführt und wir konnten uns zurück zu unserem Campingplatz begeben und uns der Erholung widmen.
Hier stellten wir dann fest, dass selbst Triathlonprofis unseren Campingplatz nutzten und hier unterkamen - also haben wir offensichtlich mit unserer Unterkunft, die übrigens nur ungfähr 800m von der Ironmile entfernt befindet, alles richtig gemacht!

Nach einem entspannten Nachmittag, stieg am Abend dann die Nervosität. Bei mir extrem, so nervös war ich noch nie vor einem Wettkampf. Warum kann ich mir selbst nicht erklären. Natürlich sind wir am Abend dann auch relativ schnell ins Bett, da der Plan war um 5:45 noch mal an die Fahrräder zu gehen diese noch mal mit Isodrinks, Wasser, Gels und Luft zu bestücken um uns dann ab 6:45 an den Schwimmstart zu begeben und dort den Rolling-Start abzuwarten.

Nach einer unruhigen Nacht (wegen Nervosität?!?) bin ich dann um 04:30 aufgestanden - nicht meine Zeit - und habe zielstrebig mein Vorbereitungsprogramm abgespult. Morgentoilette, Frühstück, eincremen, Trisuit anlegen und und und.. um mich dann mit Mitstreitern und Supportern wie gesagt nochmals in die Wechselzone zu begeben.



Die Nervosität verflüchtigte sich auch nicht und hielt sich hartnäckig bis zum Schwimmstart....


Ja und somit sind wir auch schon im Renngeschehen. Mit meinem ersten Rollingstart in meiner Triathlonkarriere begann das Rennen. Hmm ,was soll ich sagen zum Rollingstart, wahrscheinlich eine der sinnvollsten Entscheidungen so etwas einzuführen. Es entzerrt  nicht nur das Gedränge am Schwimmstart sondern auch den anschließenden Radsplit enorm. Lediglich die Unvernunft von so manchen Athleten, die Ihre Stärke nicht im Schwimmen haben aber trotzdem weit vorne starten lässt einen auch bei diesem Startformat so manchmal zweifeln.
Das Schwimmen, eigentlich eine relative starke Disziplin für mich, lief aber gar nicht so gut. Irgendwie hatte ich mittelschwere Orientierungsprobleme und ich bin alles andere als Ideallinie geschwommen. Mit dem Landgang, der zwischen den 2 Seen in St. Pölten zu absolvieren ist, kamen auf meiner Uhr stolze 2500 m zustande, selbst wenn man animmt das es sich um 400 m Landgang handelt würde das bedeuten ich bin immer noch 200 m Umweg geschwommen. Somit relativieren sich meine 40 min doch wieder. Der Landgang und meine Barfusslaufqualitäten, vertrugen sich übrigens auch nicht so gut....
Schwimmen war wie gesagt erledigt und nach einem mäßigen Wechsel (der Helm im Wechselbeutel hat mich ganz schön aus dem Rhythmus gebracht) begab ich mich's aufs Rad.


Auf dem Rad ging es mir von der ersten Minute an gut! Die ersten 20 km die in St.Pölten auf einer gesperrten Autobahn ausgetragen werden, waren zudem so ziemlich das Geilste was ich bisher auf dem Rad erlebt habe und bin einem unglaublichen 37er Schnitt nur so dahingeflogen !
Auch der Rest der Radstrecke war traumhaft und echt ein tolles und sehr schnelles Erlebnis :-) !


Nach 1,9 km (2,5 km in meinem Fall) und 90km Rad nur noch Laufen... Meine schwächste Disziplin... aber an diesem Tag war ich so zuversichtlich, dass ich keinerlei Bedenken hatte. So bin ich mutig die ersten 2 km mit einem 5er Schnitt angelaufen und habe den im Laufe des Rennen auf einem 5:30er angepasst und es war super!!!


Wie Ihr seht es gibt gar nicht viel über das Rennen zu berichten, da es fast keinerlei Probleme gab und ich mich von vorne bis hinten gut gefühlt habe. Das Wetter zeigte sich auch von seiner besten Site und wir hatten wahrscheinlich einen der ersten Hochsommertage überhaupt dieses Jahr. Und über die Strecke in St. Pölten kann man eigentlich nur sagen - von vorne bis hinten super! Schwimmen, Rad und Laufen alle drei Splits sind in traumhafter Umgebung und hätten nur den ein oder anderen Zuschauer mehr verdient....
Ich hatte auf jeden Fall den fast perfekten Wettkampf und habe meine persönliche Bestzeit pulverisiert! und bin jetzt auch Sub6, jay!


Da vor dem Wettkampf nach dem Wettkampf ist kristallisiert sich jetzt auch meine restliche Saison immer klarer heraus und es wird wohl noch der Chiemsee-Triathlon, der Mainfranken-Triathlon und Ironman 70.3 Zell am See dieses Jahr folgen. Hoffentlich mit ähnlich guten Verläufen wie der Ironman 70.3 in St. Pölten - wo ich sicher auch bald wieder an der Startlinie stehen werde!




so stay tuned and enjoy the way to the finishline!



Kommentare:

  1. Hallo Martin. Ein sehr schöner Bericht, der Lust auf mehr macht. Super geschrieben. Gruss René

    AntwortenLöschen
  2. Hi Martin, hast du noch keinen Nickname? Ist Flash schon vergeben? :) Hört sich alles ganz schön schnell an. Hau nei.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. 😀 - wie wärs mit Flash-Tonne oder Tonnen-Flash 😀

      Löschen